Es war letzten Sommer, als ich das Gefühl hatte an der frischesten Luft eines Sommermorgens zu ersticken. Nein, nicht weil ich krank war oder sonst einen Anfall hatte, nicht deswegen, sondern weil ich das Gefühl hatte nicht mehr atmen zu können, und dem Gefühl der Hilflosigkeit erliegen zu müssen.
Ich kannte dieses Gefühl früher nur von der vollen hitzigen Stadt, angefüllt mit Menschen, deren und meinen Problemen. Eine Stadt engt einen manches Mal ein und scheint einem jede Möglichkeit zum atmen zu rauben. Doch dies Mal war es nicht die Stadt und die Tatsache raus aufs Land fahren zu müssen, sondern die Erfahrung der Hilflosigkeit die mir die Luft zum atmen raubte.
Niemand ist gerne hilflos und wenn er es dann doch ist, wer gesteht sich so etwas freiwillig ein? Wer gibt schon gerne zu, dass er förmlich an seinen Problemen zu ersticken droht? Keiner.
Und so entschloss ich einfach in den Tag hinein zu Leben, mich Stück für Stück einfach durch den Tag, die Woche und den Rest des Lebens zu kämpfen. Doch man fühlt sich allein und eben luftlos, auch wen die Luft noch so frisch ist! Aber soll es denn so den Rest meines Lebens weiter gehen? Sich atemlos fühlen, gefangen und unverstanden? Die Probleme werden so nicht weniger, das musste auch ich schmerzlich erfahren.
Jedoch erkennt man eines schönen Tages die Wahrheit und die Tatsache dass man nur dann droht zu ersticken wenn man alles verdrängt. Die Verdrängung mag manches Mal vielleicht hilfreich sein, aber sie verwandelt sich irgendwann in Angst. Und stellt man sich erst einmal dieser Angst, scheint man freier denn je atmen zu können, sogar in einer überhitzen, vollen Stadt!
xoxo UpperEastSider
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